Eines von vielen Dingen, die wir selbst langfristig für gesunde Augen und gutes Sehen tun können, ist auf einen augenfreundlicher Lebensstil und Ernährung zu achten.

Damit wir gut sehen können, brauchen wir Sauerstoff, ausreichend Flüssigkeit, Vitamine und Mineralstoffe.

Das Sonnenvitamin D wird gebildet, wenn wir uns im Freien aufhalten.
Wer viel im Büro sitzt und bei Kunstlicht arbeitet, der sollte darauf achten, sich zum Ausgleich regelmäßig im Freien aufzuhalten.

Einem anderen Wirkungsaspekt von Vitamin D geht eine Studie der UK-Bio-Bank nach:

Demnach erhöht ein Vitamin D-Mangel das Risiko an Grauem Star zu erkranken.

Eine neue Studie der UK-Bio-Bank mit über 440.000 Personen legt nahe, dass Personen mit Vitamin D-Mangel anfälliger für Grauen Star, also einer Trübung der Linse, sind.


Interessanterweise hatten in der Studie Teilnehmer unter 50 Jahren den höchsten Vitamin D-Mangel mit 17,4%. Bei ihnen lag das Risiko an Grauem Star zu erkranken bei 27%.

Da Vitamin D ja primär durch Einwirken der UV-B-Strahlung der Sonne auf der Haut gebildet wird, lässt dies vermuten, dass sich diese Personengruppe zu wenig im Freien aufhielt. Personen in dieser Altersgruppe sind natürlich berufstätig und arbeiten viel im Büro, bei Kunstlicht etc..

Bei den älteren Teilnehmern hatten hingegen nur 10,1 % einen Mangel an Vitamin D.
Das Durchschnittalter der Studie lag bei 56,2 Jahren und insgesamt lag das Risiko bei Vitamin D-Mangel an Grauem Star zu erkranken bei 12%.
(Quelle: Natur & Heilen, 4/2026, S. 9)

Gut zu wissen

80 - 90% des benötigten Vitamin D (genauer D3) kann der Körper selbst durch die UV-B-Strahlung der Sonne über die Haut auf natürliche Weise aufbauen. Die gebildete Menge kann jedoch nach Jahreszeit und Individuum erheblich schwanken. Sie ist von der Sonneneinstrahlung, dem Hauttyp und dem Alter abhängig.

Vor einem Vitamin D-Mangel spricht man, wenn die Konzentration im Blut unter 25 nmol/l liegt. Der Normalwert liegt zwischen 30 - 70 nmol/l.

  • Regelmäßige Aufenthalte an der frischen Luft und Bewegung tragen zu einer guten Versorgung mit Vitamin D bei.
  • Daher ist es für uns alle und im Besonderen für Bildschirmarbeiter wichtig, jeden Tag an die frische Luft zu gehen.

    Für einen ausreichenden Vitamin D-Spiegel reicht es Gesicht, Hände und Arme etwa 2- bis 3-mal pro Woche unbedeckt 5 - 25 Minuten im Freien der Sonneneinstrahlung (geht auch im Schatten, da etwas schwächer) auszusetzen. 

    Für eine effektive Aufnahme der UV-B-Strahlung sollte man dabei keinen Sonnenschutz höher 8 auftragen, da der die UV-Strahlen blockiert. So reduziert zum Beispiel ein Sonnenschutz im Faktor 30 die Aufnahme der UV-B-Strahlen um 95 - 99%.

    Das ist nun kein Tipp für den extrem heißen Sommer mit der hohen UV-Belastung, sondern für gemäßigte Tage. Am besten geht das im Frühling und im Herbst mit Maß und Ziel.


    Denn: zu viele UV-B-Strahlung auf ungeschützter Haut kann einen Sonnenbrand und als Spätfolge Hautkrebs verursachen.

  • Wer nicht so viel Gelegenheit hat, draußen zu sein, sei aus Altersgründen oder beschäftigungsbedingt, kann nach Rücksprache mit dem Arzt das Vitamin D durch entsprechende Vitamin D-Präparate zu substituieren, um einem Mangel auszuschließen.

    Das ist vor allem in den Wintermonaten sinnvoll. Einige Ärzte empfehlen die Einnahme auch über das ganz Jahr, falls man zu wenig Sonnenlicht abbekommt.

    Wer Vitamin D über Nahrungsergänzungsmittel ergänzen möchte, sollte hier bis zu etwa 20 μg Vitamin D (800 IE) pro Tag zu sich nehmen (Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung). Dazu kann problemlos noch Vitamin D aus Nahrungsmitteln zu sich genommen werden.

Achtung vor Vitamin D-Räubern